Herzlich willkommen!

Mein Name ist Kerstin Grützmacher.

Schon früh stand für mich fest, dass ich gern mit Kindern arbeiten möchte. Deshalb begann ich eine Ausbildung als Lehrerin und Erzieherin. Durch diverse Umstände habe ich diese Berufe nie ausgeübt, sondern danach eine Ausbildung zur Physiotherapeutin gemacht. Als Physiotherapeutin merkte ich schnell, dass ich mit meinen Möglichkeiten der Behandlung an Grenzen kam. So kam ich zur Osteopathie und bin immer noch begeistert über die Sichtweise auf den Menschen und die Behandlungsmöglichkeiten, die sich dadurch ergeben.

In der Osteopathie sehe ich mich als Begleiterin meiner Patienten, egal, ob es sich dabei um Erwachsene, Kinder oder Babys handelt. Ich versuche mit Hilfe der Anamnese und im persönlichen Gespräch herauszufinden, welche Prägungen Spuren im Körper hinterlassen haben. Wo fließt es nicht mehr, wodurch haben sich bestimmte Beschwerden entwickelt? Gemeinsam geht es dann darum, diese Spannungen wieder aufzulösen und ein besseres Gleichgewicht zu finden.

Durch eine befreundete Therapeutin kam ich vor einigen Jahren mit der Thematik persistierender frühkindlicher Reflexe in Berührung. Die Einbeziehung persistierender frühkindlicher Reflexe und Reaktionen eröffnet wieder neue Sichtweisen und Möglichkeiten, Zusammenhänge zu erkennen und stellt für mich eine gute Ergänzung zur Osteopathie dar.

Die Osteopathie ist ein manuelles Diagnostik- und Behandlungskonzept, das den Menschen in seiner Gesamtheit aus Körper, Bewegung/Veränderung und Geist sieht und mit ihm in einen Dialog geht.

Da unser Organismus hauptsächlich neurovegetativ gesteuert wird und das Vegetativum, also unser autonomes Nervensystem, unserer Psyche untergeordnet ist, achte ich darauf, diese Aspekte in die Behandlung mit einzubeziehen. Durch Stress, emotionale Belastungen, frühere Erkrankungen, Unfälle oder Fehlernährung kann unser Körper sein Gleichgewicht und damit seine Fähigkeit zur Homöostase verlieren, das Gewebe verdichtet sich, unser Stoffwechsel wird eingeschränkt und es kommt zum Kompensationsverlust. Das kann Schmerzen und Krankheiten verursachen. Krankheiten können auch Ausdruck von Erschöpfung oder Resignation sein.

Unsere körperlichen Beschwerden und die Ursachen dafür liegen aber nicht immer an der gleichen Stelle. Als Osteopathin suche ich im gesamten Körper nach den Spannungen, die Ihre Symptome ausgelöst haben können. Während der Behandlung werden die Spannungen mit manuellen Techniken und durch Unterstützung Ihrer Selbstheilungskräfte gelöst. Der Stoffwechsel wird aktiviert und Ihr Körper kann sich wieder besser regulieren. Dieser Prozess kann unterschiedlich lange dauern und hängt auch von Ihrer psychosozialen und immunologischen Kompetenz, das heißt, von Ihrer Fähigkeit zur Anpassung an das Sie umgebende äußere System und an die Umwelt, ab.

Jeder Osteopath hat bei der Behandlung seine ganz eigene Handschrift und stimmt diese auf die Individualität des Patienten ab.

In der Regel ist die Behandlung schmerzfrei, durch die Selbstregulation können nach der Behandlung Müdigkeit und manchmal auch Muskelschmerzen auftreten.

Das Ziel von Reflexhemmungstherapien ist es, persistierende Restreaktionen frühkindlicher Reflexe nachträglich in das Gehirn zu integrieren, wenn das nicht zum richtigen Zeitpunkt in der Entwicklung des Kindes passiert ist, um so eine bessere Basis für das Funktionieren des Gehirns zu schaffen.

Jedes Kind kommt mit frühkindlichen Reflexen auf die Welt, sie sichern unter anderem das Überleben des Kindes und helfen bei der Entwicklung der Willkürmotorik. Durch die Entwicklung des Gehirns werden diese Reflexe zu bestimmten Zeitpunkten nicht mehr gebraucht und in das Gehirn integriert. Durch verschiedenste Umstände können die frühkindlichen Reflexe manchmal nicht vollständig integriert werden und „stören“, das heißt, das Gehirn kann nicht sein volles Potential nutzen, sondern muss einen Teil seiner Aufmerksamkeit dazu benutzen, die frühkindlichen Reflexe unter Kontrolle zu behalten. Die Probleme, die dadurch entstehen, können z.B. folgende sein:

– Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme
– motorische Ungeschicklichkeit
– Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen
– Zahlen- und Buchstabendreher nach dem 7. Lebensjahr
– fehlende eindeutige Händigkeit bzw. Seitigkeit nach dem 8. Lebensjahr
– Verhaltensauffälligkeiten
– fehlende Orientierung im Raum
– logopädische oder auditive Probleme
– Probleme der Augen beim Fixieren oder Folgen (notwendig z.B. beim Lesen)

Oft finden sich in der Anamnese schon viele Hinweise, die die Möglichkeit nahelegen, dass persistierende frühkindliche Reflexe die normale Entwicklung des Kindes stören.

Ich beziehe die Behandlung persistierender frühkindlicher Reflexe bei Bedarf in meine osteopathische Behandlung mit ein, biete aber keine INPP-Therapie an.

Unter www.inpp.de finden Sie noch mehr Informationen zu diesem Thema. Dort können Sie sich auch einen Fragebogen herunterladen, der eventuell Aufschluss darüber gibt, ob Ihr Kind noch persistierende frühkindliche Reflexe hat.